Die ersten Peculs kamen in den fünfziger Jahren in den USA in Umlauf. In Frankreich gab es sie einige Zeit später unter dem Namen Pecul zu kaufen. Der Name ist abgeleitet von le pécule, was soviel heißt wie Kleingeld auf Französisch. Und wie sie in Mode gekommen waren, verschwanden sie auch wieder. Das Prinzip ist denkbar einfach, doch dadurch nicht weniger charmant. Man drückt sie langsam, sie spreizt sich auf, und man hat sofort sein Kleingeld parat.

Eine der alten Peculs gelangte über verschlungene Pfade in meine Hände und wurde zu meinem ständigen Begleiter. Nach fast zehn Jahren täglichen Gebrauchs war sie mir ans Herz gewachsen, zeigte jedoch ernste Alterserscheinungen. So viele Fremde und Bekannte hatten mich außerdem im Laufe der Jahre nach diesem kleinen, schönen Gadget gefragt, dass ich beschloss, dass es sie wieder geben musste. So enstand die Idee, Peculs wieder herzustellen - die Geburtsstunde von Soulgadget No.1.

Meine Peculs sind made in Holland, und werden in kleinen Stückzahlen mit relativ viel Handarbeit aus Kunststoff hergestellt. Sie bestehen aus Vinyl, und sind gemäß den EU-Richtlinien schadstofffrei, völlig geruchlos und gasen nichts aus. Die roten und schwarzen haben einen sanften Glanz, während die weißen in matt zu haben sind. Sie fühlen sich vollkommen glatt an, und sind ein schöner Handschmeichler. Eine Pecul darf nicht entzündet werden. Sollten Sie ihrer Pecul je überdrüssig werden, gehört sie in den Hausmüll oder besser noch verschenkt.

Bei Wärme ist das Material weicher, bei Kälte härter. Manche mögen Ihre Pecul am liebsten weich und hosentaschenwarm, andere tragen sie lieber fester und kühler in der Außentasche. Die weiße Pecul ist schmutzempfindlicher und bekommt am ehesten persönliche Patina, während die roten und schwarzen unverändert bleiben. Alle Peculs sind sehr formstabil und langlebig.

Der gesunde Menschenverstand gebietet, das Portemonnaie Säuglingen nicht in den Mund zu stecken, es weder ganz noch in Teilen an Tiere zu verfüttern, und es auch nicht in einer Mikrowelle zu erhitzen. Ich weise außerdem darauf hin, dass Sie mit einer Pecul in der Tasche nicht fliegen können.